Der Stöpselkasten – der Holz Computer für pfiffige Köpfe

 
Kinder lieben Rate- und Quiz Spiele, besonders wenn damit das Hantieren mit einem Hilfsmittel einhergeht das, aus Holz gefertigt, angenehm in der Hand liegt. Der Stöpselkasten, auch Holz Computer genannt, gehört zu den zahlreichen Montessori Materialien die auch außerhalb des Lernens für die Schule Spaß machen. Nach dem Prinzip des Computers gibt der Stöpselkasten sofort die Auskunft, ob eine Frage richtig oder falsch beantwortet wurde. Das handliche Holzkästchen hat an der Seite vier Löcher. Ein Aufgaben Kärtchen wird seitlich herein geschoben. Die Antwort, die als richtig erkannt wird, wird mit einem Holz Stöpsel markiert. Lässt sich die Karte nun heraus ziehen, war der Stöpsel richtig platziert. Hält er die Karte fest, ist die Antwort falsch. Das Ja-Nein-Prinzip wie man es von einem Computer kennt, entspricht hier der Fehlerkontrolle. Wichtig ist, dass das Kind die Karte beim Einscheiben nicht sieht, denn neben der richtigen Lösung ist das Loch angeschnitten. Die Kärtchen können zu den Schulfächern erworben – wie das Benennen von Tieren - oder selbst angefertigt werden. Auch das Allgemeinwissen wird gefestigt und verbessert durch Fragen zu Themen wie Farbenlehre, der Biologie, dem Erlernen der Uhrzeiten oder der Verkehrserziehung. Mit dem Beschriften von Blankokarten kann der Fragen Katalog beliebig erweitert werden. Der Holz Computer kann auch im Mittelpunkt eines Familien Rate Spiels stehen und ist der ideale Helfer um lästiges Vokabel Pauken interessanter zu gestalten. Der Schwierigkeitsgrad kann durch Ausfüllen von Blanko Karten mit zunehmendem Alter der Kinder erhöht werden. In der Freiarbeit können sich die Kinder eigenständig gegenseitig kontrollieren.      
 
 
 

Holz Computer

 
Montessori Materialien sind hochwertig gefertigt, schmeicheln der Hand und dem Auge, sind haltbar und robust sowie übersichtlich angeordnet und meist selbst erklärend; Kinder erkennen oft selbst wie sie sie einsetzen können. Bestandteil der Materialien ist stets die Fehlerkontrolle, das heißt, die Möglichkeit für den Schüler, selbst heraus zu finden ob die gefundene Lösung richtig ist. Damit wird das Kind unabhängiger von den Erwachsenen. 
Der Stöpselkasten oder Holz Computer, fordert Kinder dazu auf, sich mit diesem Material zu befassen. Die Reformpädagogin Maria Montessori, legte großen Wert darauf, Kindern Zugang zu Materialien zu geben mit denen sie sich weiter entwickeln können indem sie ihrem Spieltrieb und Wissensdrang nachgehen. Spielen sah die italienische Ärztin als angeborene Fähigkeit, mit Freude die Umwelt zu erschließen und zu erforschen. Während es bei konventionellen Methoden oft darum geht, die Bereiche Arbeit beziehungsweise Lernen und Spielen voneinander zu trennen, verweist Maria Montessori darauf, dass gerade der Spieltrieb Antriebsfeder ist um Kenntnisse zu erwerben. Der Stöpselkasten wird von Kindern zunächst neugierig in die Hand genommen, abgetastet und untersucht. Feinmotorische Herausforderungen reizen Kinder dazu, sich mit dem Material zu beschäftigen – Montessori nannte dies den Aufforderungscharakter. Nach dem Ausprobieren des Stöpsels und somit dem Herausfinden, wie der Stöpselkasten funktioniert, können dann Aufgaben Karten eingelegt werden. Anstelle eines Lobs wird das Kind zum Weiterlernen motiviert durch das Erfolgserlebnis, die richtige Lösung gesteckt zu haben. Ist dies nicht der Fall, wird es dem Reiz nicht widerstehen können, den Holz Computer mit der entsprechenden Aufgaben Karte nochmals auszuprobieren bis es die richtige Antwort kennt. Erwachsenen geht es übrigens nicht anders…